Krankheitsbild
Diagnosekriterien des CFS (Chronic Fatigue Syndrome) (Nach Fukuda et al. 1994)
Hauptkriterien
Persistierende (anhaltende) Müdigkeit oder leichte (sprich: rasche) Ermüdbarkeit für mindestens 6 Monate, welche
- nicht durch eine andere Krankheit erklärt werden kann,
- neu aufgetreten ist,
- nicht Folge einer chronischen Belastungssituation ist,
- nicht deutlich durch Bettruhe zu beheben ist,
- so ausgeprägt ist, dass die durchschnittliche Leistungsfähigkeit deutlich reduziert ist.
Nebenkriterien
(mindestens 4 Nebenkriterien müssen mit oder nach dem Beginn der Müdigkeit eingesetzt und für mindestens 6 Monate angehalten haben)
- Halsschmerzen
- Schmerzhafte zervikale oder axilläre Lymphknoten
- Muskelschmerzen
- Wandernde, nichtentzündliche Arthralgien
- Neu aufgetretene Kopfschmerzen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
- Keine Erholung durch Schlaf
- Verlängerte (>24h) generalisierte Müdigkeit nach früher tolerierten Beanspruchungen
Ausgeschlossen ist das CFS also bei Müdigkeit infolge chronischer Belastungssituationen und erheblichem Übergewicht. Vor der Diagnosestellung CFS müssen organische, psychische oder toxische Erkrankungen ausgeschlossen werden. Besonders schwer fällt die Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen, da das CFS in 50% der Fälle von einer Depression begleitet wird und die Symptome des CFS und der Neurasthenie weitgehend übereinstimmen.
Therapiemöglichkeiten und Prognose
Teilweise wirksam ist deshalb die Behandlung mit Antidepressiva. Auch kognitive Verhaltenstherapien zeigten positive Ergebnisse, da die Primärpersönlichkeit und die Einstellung zur Erkrankung bei Entstehung und Verlauf eine Rolle spielen. Insbesondere kann so in bestimmten Fällen ein Teufelskreis aufgedeckt und durchbrochen werden. Einige Patienten vermeiden nämlich gezielt Aktivitäten, um die Müdigkeit zu mindern. Dadurch erreichen sie im Gegenteil eine stärkere Müdigkeit durch negative Bewertung ihres eigenen Verhaltens. Da in einigen Theorien die Ansicht vertreten wird, dass CFS durch eine akute Virusinfektion ausgelöst wird oder wegen einer Virusinfektion fortbesteht, werden auch antivirale Medikationen - allerdings mit äußerst fragwürdigen therapeutischen Ergebnissen - eingesetzt.
Die Prognose ist in hohem Maße abhängig von begleitenden Faktoren. Insbesondere ist die Prognose bei zusätzlichem Bestehen einer psychischen Erkrankung als ungünstig anzusehen.
Regelmäßige Treffen
Jeden 2. und 4. Mittwoch des Monats jeweils 18 Uhr im Selbsthilfezentrum München Westendstr. 68, 80339 München – Gruppenraum 2 (Dachgeschoss)
Ansprechpartner
| Name | Telefon |
|---|---|
| Willi Müller | 08131 79 6 59 |
| Franz Wimmer | 089 47 98 22 |
Interessante Links
Deutschsprachige Internetseiten
- Fatigatio e.V. - Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS/CFIDS/ME)
- CFS-Portal
- Österreichische Selbsthilfegruppe für Chronic Fatigue Syndrom
Englischsprachige Internetseiten
- American Association for Chronic Fatigue Syndrome (AACFS)
- CFS-Seiten des Center for Disease Control and Prevention(CDC), USA
- Web Page for Chronic Fatigue Sufferers
- CFS-Seiten des National Institute of Allergy and Infectious Diseases Resources, USA
- CFS-Seiten von Roger Burns (CFS-News und vieles mehr)